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2021-06-23 06:37

Der Polestar 2 ist ein Mittelklasse-Elektroauto des schwedischen Automobilherstellers Polestar, der zu jeweils 50 Prozent der Volvo Car Corporation und der Zhejiang Geely Holding gehört. Der Polestar 2 wurde am 27. Februar 2019 vorgestellt, die ersten Auslieferungen an Kunden fanden im Juli 2020 statt. Die technischen Daten des Polestar 2 könnt Ihr hier auf der Website des Herstellers ansehen. Ich habe im Internet für die seit 2020 angebotene und von mir probegefahrene Version mit Allradantrieb folgende Daten zusammengetragen:

Technische Daten (Herstellerangaben)  Polestar 2 Long Range Dual Motor
Motor/Antrieb 2 Permanentmagnet-Synchron-Elektromotoren (Hinter- und Vorderachse), 300 kW/408 PS, Allrad, 660 Nm Drehmoment 
Fahrleistungen Spitze 205 km/h (abgeregelt); 0 – 100 km/h in 4,7 s;
Reichweite 480 km (WLTP)
Verbrauch 19,5-20,3 kWh/100 km (WLTP)
Abmessungen L 4.607 mm; B 1.800 mm; H 1.479 mm
Batterie Lithium-Ionen; 78 kWh (brutto); 73 kWh (netto)
Leergewicht 2.123-2.173 kg
Ladeleistung max. 150 kW (DC), 11 kW (AC)
zul. Anhängelast (kg) 1.500 kg (gebremst); 750 kg (ungebremst)
Grundpreis 57.900 EUR

Zum Polestar 2, von dem im Jahr 2020 lediglich 1.015 Stück in Deutschland zugelassen wurden, liegen zum Glück ebenfalls zahlreiche Fahr- und Testberichte vor, unter anderem: 

Polestar 2 - Ist das Elektroauto Top oder Flop? _1Polestar 2 - Ist das Elektroauto Top oder Flop? | Ove Kröger von T&T e-Mobility inspiziert den Polestar 2 Performance im September 2020 in Hamburg, und zwar das Exemplar von Eva Maria vom Youtube Kanal "Das Bloghaus", die er bei der Übernahme des Autos begleitet hat - bzw. das Exemplar, welches sie anfangs leihweise stattdessen erhält, weil ihr Fahrzeug ein Problem mit der Ladebuchse hat. Ove bemängelt zunächst die im Vergleich zu anderen Elektroautos nicht ganz so spontane Gasannahme, lobt aber im nächsten Atemzug die Verarbeitungsqualität des Autos, das Cockpitdisplay und die intuitiven Einstellmöglichkeiten des Inoftainmentsystems "powered by Android" mit dem Hauptbildschirm in der Mittelkonsole - "das ist ziemlich gut gemacht muß ich sagen". Die auf dem Beifahrersitz mitfahrende Besitzerin des Fahrzeugs lobt auch die Ansichten der diversen Kameras am Fahrzeug und wird anschließend von Ove nach den Gründen für die Auswahl gerade dieses Automodells befragt. Eva erläutert dazu, daß sie und ihr Partner als Volvo-Fan auf ein Elektroauto der Marke gewartet haben, den Polestar 2 optisch attraktiver finden als z.B. das Tesla Model 3 und nicht auf das Supercharger-Netzwerk angewiesen sind.

Ove lobt die Verarbeitungsqualität des Autos - "tadellos, das Auto ist wirklich top", auch im Innenraum - "der Innenraum ist wirklich toll", die ausreichenden Platzverhältnisse - "ich hab' hier eine sehr, sehr bequeme Sitzposition .. und habe hinter mir richtig Platz", das Panoramadach und die Bedienbarkeit des Android-basierten Infotainmentsystems mit Navigation "by Google", die Qualität der Stoffsitze und das Platzangebot im "Frunk" (Frontkofferraum). Im Gegenzug kritisiert Ove "die wirklich extrem breite Mittelkonsole" und die relativ hohe, schwarz abgesetzte Kante des Unterbodens - "Totenstreifen ham' wir sie früher immer genannt im Gebrauchtwagenmarkt". Aber Eva ist glücklich mit dem Auto - "ich hab' das Polestar-Grinsen jetzt schon seit Monaten sowieso, und ab jetzt schlaf' ich sogar mit dem Polestar-Grinsen ein" und schildert ihre ersten Erfahrungen mit dem Polestar-Club einschließlich Polestars Vorgehen zur Behebung der anfänglichen Kinderkrankheiten des Autos. Zum Fahren sind Ove & Eva dann kaum noch gekommen, aber dafür gibt es ja zum Glück auch noch andere Testberichte. Zum Beispiel:

POLESTAR 2: Schelle für TESLA - Oder nur EINER von VIELEN?_1POLESTAR 2: Schelle für TESLA - Oder nur EINER von VIELEN? | Christopher Karatsonyi alias Car Maniac hat den Polestar 2 bereits im Juli 2020 ebenfalls in Hamburg getestet und verspricht, in diesem Video "alles im Detail" zu zeigen: Den Polestar 2 von außen, von innen, den Motor, die Fahrleistungen, die Assistenzsysteme, den Verbrauch in der Stadt und auf der Autobahn sowie dessen Ladegeschwindigkeit (resultierend z.B. in einer Ladedauer von 20% auf 80% SoC in 32 Minuten). Da nach seiner Einschätzung "der hier .. der einzig ernstzunehmende Kontrahent des Tesla Model 3" ist, zieht Chris auch den einen oder anderen Vergleich zu eben diesem Fahrzeug. Chris schätzt das Außendesign des Fahrzeugs, die Matrix-LED-Scheinwerfer mit 84 einzelnen LED-Dioden, den "Frunk" mit 35 l Volumen und Platz für z.B. die Ladekabel, die Ladeleistung von 11 kW (AC) und 150 kW (DC), die Bestellbarkeit einer schwenkbaren Anhängekupplung mit bis zu 1.500 kg Zuglast (gebremst) und den Grundpreis von 48.850,- EUR ohne und 54.700,- EUR mit Performance-Paket vor BAFA-Förderung. Er lobt auch die rahmenlosen, als Ganzes verstellbaren Außenspiegel, das riesige Panorama-Glasdach, die Heckansicht des Fahrzeugs mit Lichtillumination, das Fassungsvermögen des Kofferraums von 1.095 l mit umgeklappten Rücksitzen samt Durchlademöglichkeit und ausklappbarer Mittelarmlehne, das Android-basierte Betriebssystem des Infotainment-Systems samt großem Zentraldisplay und die im Innenraum verbauten Materialien (Stoff und Holzeinlagen) - "wertiger Innenraum mit viel Stoff-Recycling-Materialien", die kabellosen Lademöglichkeiten für Smartphones, das volldigitale Cockpit mit verschiedenen Ansichten, das Soundsystem von harman/kardon, die Kopffreiheit auf den gute Sitzqualität bietenden Vordersitzen, die Sitzposition und den Knieraum in der zweiten Sitzreihe. Beim Fahren gefallen die sehr kräftige, einstellbare Rekuperationswirkung des Elektroantriebs, die ein One-Pedal-Driving erlaubt, die Auto-Hold-Funktion, die "Armada an Assistenzsystemen" einschließlich der Kameraunterstützung beim Einparken, das ebenfalls einstellbare Lenkgefühl, die 660 Nm Drehmoment und elektrische Antriebsleistung von 300 kW/408 PS ("der Wagen beschleunigt wie die Drecksau" - in Zahlen: 4,9 s von 0-100 km/h und 2,8 s von 80-120 km/h), die den e-Auto-Fahrer unterstützenden Features sowie die Rechengeschwindigkeit des Google Maps-basierten Navigationssystems und die gute Geräuschdämmung. "Es ist schon ein sehr gutes Reiseauto" sinniert Chris, "Schnellfahren geht übrigens auch" (mit 210 km/h lt. Tacho und 205 km/h effektiver Geschwindigkeit) und "federt auch gut, trotz des Öhlins-Fahrwerks ist er nicht unkomfortabel".

Daß der Polestar mit 0,278 einen im Vergleich zum Tesla Model 3 mit 0,23 deutlich schlechteren cw-Wert hat, der Taster zur Betätigung der Heckklappe unergonomisch tief plaziert ist, das Heckabteil nur 405 l fasst, die Rücksitze nur von der Rücksitzbank aus umklappbar sind, im Cockpit doch einige kratzempfindliche Klavierlackoberflächen dominieren, kein Headup-Display angeboten wird, die Mittelkonsole relativ breit ist und in der zweiten Sitzreihe ein Kardantunnel den Fußraum der Fondpassagiere unnötig einschränkt, kritisiert Chris jedoch, der sich auch weitere Aufbewahrungsmöglichkeiten in der vorderen Sitzreihe gewünscht hätte. Auch den relativ hohen Stromverbrauch von 28 kWh/100 km auf der Testrunde, die fehlende Apple Carplay Anbindung und den frühzeitig abbremsenden Abstandsregeltempomaten sowie die fehlende Verkehrszeichenerkennung moniert Chris. Sein Fazit: "Ich find' den Polestar 2 einfach wahnsinnig geil .. wie dynamisch man diese 2,1 t durch die Stadt bewegen kann .. er ist auch richtig wendig .. er macht sauviel Spaß. Ich muß ganz ehrlich sagen wenn Ihr mich fragt - Kritik? Höchstens der zu hohe Verbrauch in der Stadt .. Aber wir haben hier Platz, wir haben hier Understatement, haben hier trotzdem aber auch richtig Wumms, haben hier eine saugeile Qualität .. und die Optik? Also ich muß ganz ehrlich sagen - er ist nicht wirklich brutal, aber das macht ihn glaube ich gerade für die Klientel aus, nämlich die Leute die von Volvo rüberkommen, die Leute die in die Elektromobilität wechseln .. Leute, Top-Ding, wirklich saumäßig überzeugt, mehr überzeugt als ich es gedacht hätte, bevor ich mich in dieses Auto reingesetzt habe."

Polestar 2 – Neuer Stern am Elektrohimmel? Der ausführliche Test _1Polestar 2 – Neuer Stern am Elektrohimmel? Der ausführliche Test | Robin vom gleichnamigen Kanal Robin TV testet den Polestar 2 mit Performance-Paket im Juli 2020 im "ultimativen Polestar 2 Test" und, so kündigt Robin an, "die Performance Marke Polestar .. kann direkt zum Start überzeugen". Auch Robin beginnt seinen Test mit einem Blick auf das Außendesign des Fahrzeugs, welches er "richtig schick" findet, "nicht zu übertrieben sportlich abgefahren, aber .. auch nicht langweilig."Der Polestar reflektiert für ihn so "elegantes Understatement .. hier in der Farbe Thunder" und überzeugt auch mit "wunderschönen Felgen" in 20"-Größe, auch den goldfarben ausgeführten Bremssätteln von Brembo mit optimierter Bremsleistung und Energierückgewinnung, Ventilkappen und Sicherheitsgurten erliegt Robin leicht - und kommt schließlich doch zum Urteil, daß auch "die Standardvariante reicht". Robin beschreibt zunächst die Pixel-LED-Scheinwerfer des Polestar 2, geht dann auf die Ladegeschwindigkeit des Autos (3-phasig mit 11 kW AC, 150 kW DC) - "das ist ein guter Wert", die Animation am Heck beim Öffnen/Schließen des Fahrzeugs und das Kofferraumabteil des Autos mit stehenden und umgeklappten Rücksitzen, die Anhängerkupplung - "da freu' ich mich sehr darüber" und den Frontkofferraum als Ablagemöglichkeit für z.B. die Ladekabel ein. Das Gefühl im Innenraum - "und da kann ich Euch direkt sagen, ich bin schon ziemlich begeistert von der Qualität hier" - beschreibt Robin "wie wenn man auf'm Sofa sitzt, eigentlich wie so 'ne wirklich sehr gemütliche Couch zuhause .. ich find' das sehr sehr gut .. das Material ist sehr sehr angenehm" und lobt die Verwendung veganer Materialien, das "hochkant montierte Tablet" aka Mitteldisplay und insgesamt die Oberflächenqualität der verwendeten Materialien - "ich fühl' mich hier einfach richtig wohl". Das Raumgefühl empfindet Robin als "wenn man sich hier reinsetzt, dann hat man schon das Gefühl man ist so'n bißchen eingepackt von dem Auto .. also auf der linken Seite finde ich das alles sehr großzügig, auf der rechten Seite hier mit dieser Mittelkonsole, die kommt relativ früh schon so Richtung mein Knie", auf der Rücksitzbank "ist wirklich nur Platz für das Nötigste .. für mich passt eigentlich alles an dem Auto, aber das ist so der kritischste Punkt: Wer hinten ordentlich Platz haben möchte, der ist vielleicht wirklich bei einem anderen Elektroauto besser aufgehoben" - auch wenn er es dort grundsätzlich "gemütlich" findet.

Die Assistenzsysteme und der adaptive Tempomat gefallen Robin - "der fährt einfach perfekt durch, der hält die Spur .. der hält den Abstand - und das ist gut so .. für mich das beste System, was ich bisher erlebt habe". Nach einer Stunde Fahrt mit - wo möglich - 130 km/h, aber teilweise auch Baustellen und "sonstigen Geschichten" steht der Testverbrauch bei 21 kWh/100 km, bei schneller Fahrt hat Robin einen Verbrauch von 29 kWh/100 km und im Mittel bei Richtgeschwindigkeit einen Energieverbrauch von 24 kWh/100 km erreicht - "dann sind wir so bei 330 km Reichweite .. ich persönlich finde das top". Das gesamte Design des Infodisplays im Cockpit beurteilt Robin als "ultraschick, das gefällt mir richtig, richtig gut", Beschleunigung auf und Fahrkomfort bei Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h (210 km/h Tachowert) beeindrucken ebenfalls - "man kann in dem Auto bequem rasen" - und auch die Rekuperationswirkung "ist so stark, wie ich das in keinem Elektroauto bisher erlebt habe und .. ermöglicht das one-pedal-driving". An der Ladesäule bei Ionity und einem SoC von 11% gibt es anfangs eine Ladeleistung von 130 kW, bei 40% Ladestand sinkt diese aber bereits auf 85 kW und wenig später auf 70 kW ab - "also das hat mir nicht so gut gefallen" - und ab 80% SoC geht "mit 30 kW fast gar nix mehr", die angegebenen 150 kW Ladeleistung sind also eher theoretischer Natur. Zur Frage des Service-/Händlernetzes ruft Robin direkt seine Ansprechpartnerin bei Polestar an und erfährt von ihr, daß "24 geschulte Partner reparieren und warten können", das Netzwerk in den folgenden Jahren aber auch noch weiter wachsen soll. Solchermaßen inspiriert begeistert sich Robin für den Sprachassistenten und zeigt einige weitere Möglichkeiten zur Interaktion, bevor er anschließend die Qualität des harman/kardon Soundsystems mittels Spotify-App überprüft - "das ist schon ein geiler Sound" - und ermittelt, daß das Datenvolumen für dessen Nutzung während der ersten 3 Jahre im Fahrzeugpreis inkludiert ist. Beim nächsten Ladestop an der Fastned-Säule stellt Robin die Möglichkeiten des Infotainmentsystems im Detail einschließlich der Möglichkeit zur Nachinstallation weiterer, unter Android Auto laufender Apps vor und geht auf die Ansichten der 360°-Rundumkameras ein. Die Funktionen des Navigationssystems und das Angebot entsprechender Ladestationen entlang der Strecke gefallen zwar grundsätzlich, doch auf der Langstrecke interessiert sich der Elektroautofahrer kaum für Lademöglichkeiten mit 22 kW oder 50 kW Ladeleistung - "wat soll das, ich will nicht bei 'ner langen Route mit 22 kW laden, also das .. ist jetzt schon bißchen daneben". Robins abschließendes Fazit nach knapp 600 km mit dem Polestar zwischen Berlin und München: "Ich bin begeistert .. ich grinse und ich bin glücklich, denn das Fahrgefühl ist geil, die Technik ist geil, die Reichweite stimmt, er macht einfach unglaublich viel Spaß, er ist gut gedämmt, alles gut qualitativ .. auch die Sitze sind komfortabel, eigentlich wie das ganze Auto richtig gut ausbalanciert."

Polestar 2: Angriff auf Tesla Model 3! Android-Test mit @Felixba_1Polestar 2: Angriff auf Tesla Model 3! Android-Test mit @Felixba | Stefan Möller vom Youtube-Kanal nextmove des gleichnamigen e-Auto-Vermieters testet gemeinsam mit Felix Ba im Juli 2020 den Polestar 2 in Nordrhein-Westfalen im Vergleich mit seinem größten direkten Konkurrenten, dem Tesla Model 3. Im Polestar 2 Review zeigen beide die Ergebnisse ihres Tests über 500 km und besprechen Stärken, Schwächen, Verbrauch, Reichweite, Aufladen, Platzangebot, Verarbeitung, Android Automotive und Navigation. Die Außenansicht des Fahrzeugs beurteilt Stefan als "völlig neues, aufgeräumtes Design" und zeigt sich unter anderem begeistert über die Pixel-LED-Scheinwerfer mit 84 einzeln ansteuerbaren LED, die elektrisch ausklappbare Anhängerkupplung mit bis zu 1.500 kg Anhängelast, den Totwinkel-Assistenten im Außenspiegel, die Adaptive Cruise Control einschließlich bis zu einer Geschwindigkeit von 135 km/h funktionierendem Lenkassistenten "Pilot Assist", die mit "Hey Google" aktivierbare Sprachsteuerung und die konfigurierbaren Ansichten im Fahrerdisplay sowie die angenehme Geräuschkulisse im Auto bis zur Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h, die Stefan zusammen mit der Beschleunigungsleistung als "sehr überzeugend" beurteilt. Als Tesla-Kenner hat Stefan insbesondere auch auf Spaltmaße, Lackqualität und Verarbeitung geschaut und bis auf den etwas breit erscheinenden Spalt zwischen Kofferraumklappe und rechtem Rücklicht keine Mängel gefunden. Auch die Kopffreiheit über dem 2 Meter großen Fahrer lobt Stefan und beschreibt das Gefühl auf dem Fahrersitz als "sehr geborgen, die Rundumsicht ist gut, das Fenster für die Fahrassistenz .. ist gerade noch im Limit" und stellt wie andere Tester auch fest, daß das rechte Knie des Fahrers an der Mittelkonsole anliegt - "man kann natürlich sagen das ist jetzt beengt, aber man kann auch sagen es ist paßformgenau .. es ist also für eine 4-Sitzer-Belegung optimiert". Daß der Polestar 2 bei der Navigation über längere Distanzen passende Ladestationen zur Auswahl anbietet und teilweise sogar Belegungsdaten im Display anzeigt, findet Stefan positiv, kritisiert aber genauso wie Robin, daß vom Auto auch Ladesäulen mit einer Ladeleistung von lediglich 50 kW auf der Langstrecke als "schnell" offeriert werden - "das, muß man klar sagen, kann nicht der Anspruch von Polestar sein". 

Stefan erläutert das Informationsangebot und die Darstellung im zentralen Cockpitdisplay, holt sich aber für eine Gesamtbeurteilung des Infotainmentsystems zusätzlich noch Verstärkung in Person von Felix Ba. Felix beschreibt zunächst die besonderen Möglichkeiten des nativ auf Android basierenden Systems, zum einen "echtes Google Maps" mit Anzeige der Google Traffic-Daten und die Performance der Kartenanzeige beim Hinein- und Herauszoomen, die Erweiterbarkeit mit zusätzlichen Apps durch den Playstore-Account und das cleane, Volvo-like Design der Bedienoberfläche ("Skin") - "sehr, sehr schick .. ich bin schon angetan". Stefan geht dann auch noch einmal die übrigen Bedienelemente des Autos und die Einstellmöglichkeiten der Assistenzsysteme durch, mit denen er sich recht zufrieden zeigt. Daß der Service für Polestar-Fahrzeuge durch ausgewählte (zum Marktstart 24) Volvo-Partner erfolgt, begrüßt Stefan - auch das Angebot, über die Connect-Taste direkt in telefonischen Kontakt mit einem Mitarbeiter der Service-Hotline zu treten. Beim 1. Ladestop an der Allego-HPC-Ladesäule mit einem Start-SoC von 19% realisiert Stefan eine Ladeleistung von 133 kW und zeigt sich damit ganz zufrieden. Auf Basis des Verbrauchs auf der mit Richtgeschwindigkeit gefahrenen Autobahnstrecke errechnet Stefan eine Reichweite von 270 km unter diesen Bedingungen, leicht unter den Erwartungen. Dafür überzeugt der Polestar 2 im Handling auf der Landstraße - "ich bin echt schwer beeindruckt von dem Auto, es fährt sich richtig, richtig gut - zum einen was die Fahrdynamik angeht, was die Straßenlage angeht, was die Fahrsicherheit angeht .. Geräuschkulisse ist sehr gering und das Handling ist gut, es fährt sich .. auch sehr natürlich, muß man sagen". Beim zweiten Ladestop bei Ionity lädt der Polestar mit bis zu 135 kW bei einem Start-SoC von 16% - "für Tesla reicht es nicht, aber es ist trotzdem ganz gut und ziemlich schnell, die 150 kW haben wir [allerdings] nicht gesehen". Weniger positiv findet Stefan die teilweise fehlerhafte Werte anzeigende Verkehrsschilderkennung des Polestar - "wenn er keine Schilder hat, zeigt er regelmäßig komische Werte an - innerorts Tempo 100, Autobahn Tempo 100 - obwohl innerorts ein 50er-Limit war und außerorts komplett auf der Autobahn freigegeben war". 

Im Fazit führt Stefan als TOP 3 1. das Android Automotive System, 2. Qualität, Verarbeitung, Optik und 3. Fahrdynamik und Fahrspaß auf, als FLOP 3 nennt er 1. Verbrauch und Reichweite - "der Polestar 2 ist kein Reichweitenmonster", 2. die Einbindung der Ladestationen für eine Langstreckennavigation und 3. die Verkehrszeichenerkennung, wenn keine Verkehrszeichen zu lesen sind - "ein Assistenzsystem sollte eigentlich Sicherheit bringen und keine Verunsicherung". Sein Resümee: "Insgesamt wirkt der Polestar 2 ganz und gar nicht wie ein Erstlingswerk eines Neulings, sondern wirkt absolut erwachsen, hochwertig und souverän und bietet noch dazu jede Menge Komfort und Fahrspaß". 

 

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