Der Ford Mustang Mach-E ist ein weltweit vertriebenes, fünftüriges Sport Utility Vehicle der oberen Mittelklasse von Ford mit batterieelektrischem Antrieb. Er wurde am 17. November 2019 in Hawthorne von Bill Ford vorgestellt. Der Mustang Mach-E ist seit Dezember 2020 verfügbar, in Europa kam er im Frühjahr 2021 in den Handel. Seit Sommer 2021 ist auch das Sport-Modell Mustang Mach-E GT mit einer höheren Motorleistung verfügbar. Die technischen Daten der verschiedenen Modellvarianten des Ford Mustang Mach-e könnt Ihr hier auf der Website von Wikipedia ansehen. Ich habe im Internet folgende Daten zusammengetragen:

Technische Daten (Herstellerangaben) Mustang Mach-E First EditionMustang Mach-EMustang Mach-E AWDMustang Mach-E GT
Antriebsart Allradantrieb Heckantrieb Allradantrieb
Batteriekapazität-Bezeichnung Extended Range Standard Range Extended Range Standard Range Extended Range
Batteriekapazität (brutto/netto) 98,8 kWh / 88 kWh 75,7 kWh / 68 kWh 98,8 kWh / 88 kWh 75,7 kWh / 68 kWh 98,8 kWh / 88 kWh
Reichweite nach WLTP 540 km 440 km 610 km 400 km 540 km 500 km
Beschleunigung 0–100 km/h 5,1 s 6,9 s 7,0 s 6,3 s 5,8 s 3,7 s
Max. Leistung 248 kW (337 PS) 198 kW (269 PS) 216 kW (294 PS) 198 kW (269 PS) 258 kW (351 PS) 342 kW (465 PS)
Drehmoment 565 Nm 430 Nm 430 Nm 580 Nm 580 Nm 830 Nm
Energieverbrauch auf 100 km 18,1 kWh 17,2 kWh 16,5 kWh 19,5 kWh 18,7 kWh  
Ladezeit (10–80 %) bei 150 kW 45 min 38 min 45 min 38 min 45 min
max. Ladeleistung DC 150 kW 115 kW 150 kW 115 kW 150 kW
Räder 19" 18" 19" 20"

Zum Ford Mustang Mach-E AWD liegen bereits zahlreiche Fahr- und Testberichte vor, unter anderem:

Ford Mustang Mach-E: zahme Familienkutsche oder heißer Hengst? | nextmove_1Ford Mustang Mach-E: zahme Familienkutsche oder heißer Hengst? | Stefan und Marie von nextmove testen den Mustang Mach-E im Juli 2021 auf Herz und Nieren. "Und was soll ich sagen? Ich bin Hals über Kopf verliebt" sagt Marie, die "gerade die Abwesenheit [eines Kühlergrills] minimalistisch und cool" findet, ebenso den bösen Blick der Schweinwerfer, die roten Bremssättel, die Heckansicht mit "ikonischen" Rückleuchten, das Fassungsvermögen von Heck- und Frontkofferraum ("Frunk"), das aufgeräumte Interieur, das relativ kleine Fahrerdisplay und die Qualität der Verarbeitung sowie das Platzangebot im Fond - "find' ich sehr gut" - lobt. Die Größe der Seitenspiegel findet sie dagegen eher enttäuschend (zu klein), ebenso die Aufpreispflicht der elektrischen Heckklappenbetätigung, die Materialqualität des Einstellreglers im Zentraldisplay und auch die des Schaltknopfes.

Stefan beschreibt das Testfahrzeug als "nackten Hirsch" ohne relevante Sonderausstattung. Ihm gefällt die Möglichkeit, das Fahrzeug mittels eines Zahlencodes zu öffnen, das relativ unaufdringliche AVAS, die Funktionen im Multifunktionslenkrad (mit der Einschränkung der relativ kleinen Symbole), die gute Übersichtlichkeit, das Bedienkonzept und das intuitiv zu bedienende Zentraldisplay mit "jeder Menge Menüs zur Individualisierung des Fahrzeugs" und die "über jeden Zweifel erhabene" Fahrdynamik, die sehr angenehme Geräuschkulisse im Fahrzeug, die Assistenzsysteme und starke - wenn auch nicht einstellbare - Rekuperationswirkung mit "one-pedal-driving". "Landstraßenfahrten machen wirklich Spaß mit dem Auto" findet Stefan und lobt auch das Verhalten auf der Rüttelpiste sowie die Beschleunigungsleistung bis zur Höchstgeschwindigkeit von Tacho 189 km/h und eine Reichweite im Sommer von bis zu 400 km. Dagegen bemängelt er die "relativ mächtige B-Säule" und das Verhalten des Tempomaten, der z.B. auf der Landstraße erst 200 Meter hinter dem Verkehrsschild, welches eine Tempobegrenzung signalisiert, die Zielgeschwindigkeit erreicht hat - "da kann man schon mal 'nen Blitzer kassieren". Für seinen Geschmack könnte die Lenkung auch "noch einen Ticken schwergängiger sein". Sein Fazit: "Auch wenn hier noch kleinere Bugs waren, hat das Auto im Wesentlichen einen guten Dienst gemacht und lief .. störungsfrei .. das Fahrzeug bietet 'ne sehr große Reichweite bei einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis in dieser Fahrzeugklasse und muß sich da im Wettbewerb absolut nicht verstecken."

Ford Mustang Mach-E (2020) | Wie viel Spaß macht das Elektro-Pony? | Erste Fahrt mit Thomas Geiger | Ford Mustang Mach-E (2020) | Wie viel Spaß macht das Elektro-Pony? | Erste Fahrt mit Thomas Geiger | AUTO BILD_1Tom Geiger hat für AUTO BILD bereits im März 2021 kurz vor der Markteinführung den Ford Mustang Mach-E im belgischen Lommel einem ausführlichen Test unterzogen. "Natürlich betreibt Ford ein bißchen Etikettenschwindel, wenn sie ein SUV plötzlich Mustang nennen. Denn mit dem klassischen Muscle Car .. hat der Mach-E relativ wenig zu tun. Aber - sie bemühen sich zumindest, die Autos in eine Familie zu bringen und übernehmen viele Design-Details vom klassischen Mustang" findet Tom. Im Unterschied zu den anderen Testern bemängelt er, daß "den Preis für die schnittige Form des Mustang .. die Hinterbänkler [zahlen]" - und macht das fest an einem Platzvergleich mit dem VW ID.4, der bei ähnlicher Außenlänge nach seiner Ansicht geräumiger ist. Zusammen mit den kleinen Fenstern und der heruntergezogenen Dachlinie konstatiert er "ein eher beengtes Gefühl" auf der Rückbank.

"Für Elektroautos ist der Mach-E mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h tatsächlich flott unterwegs" findet Tom und kommt zur Einschätzung, daß er sich mit den angebotenen Motorisierungen, Akkugrößen und den dafür aufgerufenen Preisen "geschickt in den Markt" einfügt. "Das Fahrgefühl des Mustang hat tatsächlich ein bißchen was von Muscle Car" sagt Tom, auch die Fahrprogramme und -geräusche fügen sich für ihn ins Bild "und [die klingen] nicht mal albern, sondern relativ authentisch." "Was mir beim Mustang Mach-E gut gefällt, ist das Handling" lobt Tom Geiger, "das Auto ist unheimlich agil obwohl es 2,2t wiegt, das ist der Vorteil des tiefen Schwerpunkts" und fährt fort "was mir nicht so gut gefällt, ist der Wendekreis, die Handlichkeit - das können andere Elektroautos besser" - lobt aber dann noch einmal explizit die Möglichkeiten des Frunk unter der Fronthaube des Stromers. Sein Fazit: "Er sieht gut aus, er fährt gut, er weckt für ein Elektroauto erstaunlich viele Emotionen, die technischen Daten sind konkurrenzfähig,der Preis attraktiv. Mir scheint, mit dem Mustang hat Ford auf das richtige Pferd gesetzt und könnte das Rennen im Feld der elektrischen SUVs machen."

Ford Mustang Mach-E: Auch ohne V8 geil? - Test | auto motor und sport_1Ford Mustang Mach-E: Auch ohne V8 geil? - Test | auto motor und sport | Ein Mustang mit Allradantrieb und SUV-Form: Kann das gut gehen? Alexander Bloch, Cheftester von auto motor und sport, testet das neueste E-Auto aus dem Hause Ford und prüft, wieviel Mustang im Stromer wirklich steckt. Er testet den Mustang in der Version AWD ER, das heißt: In der Version mit Allradantrieb, einer Leistung von 258 kW/351 PS und der großen Batterie mit 88 kWh Nettokapazität für einen Listenpreis ab 63.700 Euro. Alexander schätzt den Platz im Auto, die Leistung des Antriebs, die vom Start weg kraftvolle Beschleunigung in 5,7 s von 0 auf 100 km/h und die solide Bremsleistung mit einem Bremsweg von 100 auf 0 km/h von 36,7 Metern. Er lobt auch den Fahrspaß und die Abstimmung des Fahrwerks, den Testverbrauch auf der AMS-Runde von 29 kWh mit einer Reichweite von 337 km, den Frontkofferraum ("frunk") mit diversen Unterteilungen, die Positionierung und Ausführung des Ladeanschlusses und die Ladeleistung von bis zu 150 kW. Für Ford-Verhältnisse findet er auch die Qualität des Interieurs "ganz okay", den Aufbau des Infotainmentsystems "nicht zu verspielt", die Tasten im Lenkrad gut bedienbar, den Raum für Ablagen in der Mittelkonsole des Cockpits und den Türtaschen sowie die Sitzposition auf der Rücksitzbank angemessen. Was Alexander weniger gut gefällt, ist die Leistungsreduzierung bei mehrfacher starker Beschleunigung, die etwas zu leichtgängige Lenkung mit Tendenz zur Gefühllosigkeit und die eher mittelprächtige Interieurqualität.

2021 Ford Mustang Mach E Allrad Extended Range 98 kWh - ein ECHTER MUSTANG mit Elektro? | 163 Grad_12021 Ford Mustang Mach E Allrad Extended Range 98 kWh - ein ECHTER MUSTANG mit Elektro? | 163 Grad | Oliver Krüger vom Kanal 163 Grad hat den Mustang Mach-E .ebenfalls getestet - auf einer Fahrveranstaltung von Ford Deutschland in der Nähe von Berlin als Allradversion mit der großen Batterie, Panoramadach und B&O Soundanlage."Trotz der Designanleihen beim Ur-Mustang ist das Design absolut neu und frisch", findet Oliver. Die besondere Gestaltung der Türgriffe kommt in seinem Urteil positiv weg - "relativ einfach, hatte ich mir schwieriger vorgestellt, geht aber recht gut", was auch für die Dachgestaltung im hinteren Bereich des Fahrzeugs gilt, bei der "die Ford-Designer .. in die Trickkiste gegriffen" haben. "Das ham' se gut gemacht, eigentlich optisch geht der Wagen hier hinten weg, tatsächlich ist er aber so hoch wie hier" sagt Oliver und vergleicht dabei den in Karosseriefarbe lackierten Teil mit dem schwarz abgesetzten höheren Teil der Heckpartie des Daches, "gut gemacht Ford!"

Die Heckansicht des Fahrzeugs beurteilt er als die "Schokoladenseite" des Mustang, "man hat ganz Mustang-typisch die Dreikammerrückleuchten hier eingefügt", auch den Platz unter der Heckklappe findet er "etwas über 400l .. hier drin ist wirklich Platz genug .. und wer dann zum Baumarkt fährt oder zum Möbelhaus kann die Rückbank umklappen, dann passt auch ein Schreibtisch hier rein." Auch aus der Perspektive schräg hinten rechts "ist das Design - was ich für sehr gelungen halte - .. gut zu erkennen, das Auto sieht aufregend aus, es sieht frisch aus, es sieht im Stand schon dynamisch aus" schwärmt Oliver, "das ham' se wirklich toll hingekriegt, sind relativ viele Designelemente und Blechschwünge hier drin, das macht es alles aufregend, auch die Zweifarbigkeit" - ganz offensichtlich findet er die Optik des Fahrzeugs ansprechend. Auch den ausspülbaren Frunk stellt Oliver lobend heraus und geht ebenfalls auf die Bang&Olufsen-Soundanlage ein, denn "das hier ist was gänzlich Neues, .. in diesem Fahrzeug sieht man keine Lautsprecher, ihr seht hier eingearbeitet in das Armaturenbrett immer wieder Stoffflächen, hinter denen sich Lautsprecher verbergen, .. es ist nichts in den A-Säulen, es ist nichts im Dachhimmel wie bei Tesla zum Beispiel, sondern es ist alles im Armaturenbrett eingearbeitet, gar nicht zu sehen aber zu hören, der Klang ist wirklich toll .. die Anlage klingt wirklich gut." Beim Einstieg in den Fond merkt Oliver, daß man auf seinen Kopf achtgeben muß, "aber wenn man dann hier hinten drinsitzt, ist das alles super bequem". 

Das Cockpit und die Bedienung des Zentraldisplays stellt Oliver im Detail vor, "eigentlich ganz witzig gemacht" - und wenn ich mir das so ansehe, bin ich geneigt, ihm zuzustimmen - und beurteilt den Drehregler im Bildschirm als zunächst "etwas befremdlich .. aber in der Bedienung eigentlich ganz praktisch". So wie auch schon Stefan Möller weist Oliver auf das Risiko hin, beim Drehen des Getriebewahlschalters versehentlich eine Stellung zu weit zu drehen und dann statt dem Rückwärtsgang eventuell im Parkmodus zu landen - "das ist mir zu nah beieinander". Im Fahrtest - sowohl beim Beschleunigen als auch bei der Fahrt durch schnelle Wechselkurven - macht Oliver das Auto ebenfalls Spass - "also, der geht gut". An der Ladesäule im Van der Valk-Hotel im Berliner Süden hat Oliver dann auch noch die Ladegeschwindigkeit bei halbvollem Akku getestet - "geht völlig in Ordnung".

Sein Fazit zum Mustang Mach-E: "Ist es ein echter Ford Mustang? Ja, es ist die Neuinterpretation eines Ford Mustang in das heutige Zeitalter .. hinein. Vom Fahreindruck - das Fahrzeug fährt blitzsauber, top Straßenlage, ein echt gutes Fahrwerk, Beschleunigung ist überragend .. und bietet aber noch Luft für die GT-Version, der Wagen hat mir von der Ergonomie gut gefallen, die Platzverhältnisse sind super." Und resümiert "Ford hat hier wirklich auch alles gegeben, die wollen nicht nur mitspielen sondern die wollen gewinnen, .. und mit dem Fahrzeug kann das ganz gut gelingen." Zum Glück zählt er auch noch ein paar Schwachstellen auf, insbesondere  dass "es gongt und bongt an allen Ecken, wenn Du die Tür aufmachst, wenn Du Dich reinsetzt, es gibt sehr viele akustische Signale, viele davon wären meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen"; der Fahrsound war Oliver auf der Autobahn zu laut - und dann führt er auch "die Menüführung auf dem großen Display" noch als Kritikpunkt auf, bei der ihm "in dem Kachelwirrwarr ... so eine Art Home-Button gefehlt" hat. "Ich glaube, das ist ein Auto, was man sich genauer angucken sollte" schließt Oliver, und ich sehe das ganz ähnlich.

ford_mustang_mach-e_was_besseres_fuers_geld_gibts_grad_kaum_1_20220109_1345686106.jpgFord Mustang Mach-E: Was Besseres fürs Geld gibt's grad kaum | Car Maniac hat den Mustang Mach-E ausführlich getestet und bemängelt zunächst - so wie auch Alexander Bloch - die Namensgebung, da der Mustang Mach-E nach seinem Dafürhalten von einem echten Mustang GT doch ziemlich weit entfernt ist. Dennoch empfiehlt er, das Auto auszuprobieren, denn "dieses Auto bietet einen ganz besonderen Fahrspaß, das kann ich Euch versprechen!" Auch Chris hat den Mustang in der Version als Allrad mit Extended Range getestet, "einen voll ausgestatteten Wagen mit wirklich ganz ganz vielen Features, die nicht mal ein viel teurerer Audi e-tron oder Mercedes EQC bietet". Die Form des Autos gefällt Chris - "sehr Mustang-like mit diesen Lichtern", den Frunk mit Fächern zur Unterteilung und einem Ablauf für Flüssigkeiten. Auch das ausgefallene Türenkonzept ohne Türgriffe findet seinen Zuspruch, 67.000 Euro für so ein Auto findet Chris auch im Vergleich zur Konkurrenz "nicht viel", das Kofferraumvolumen mit über 500 l ohne umgeklappte Rücksitze und 1.520 l mit umgeklappten Rücksitzen "recht ordentlich" und "gut zugänglich". Im Innenraum sagt ihm die Bedienung des Infodisplays in der Mitte des Fahrzeugs zu - "richtig, richtig toll", auch die Übersichtsdarstellung der Route mit Ladestops, die sog. Reiseübersicht, lobt Chris - "wirklich sehr, sehr geil gemacht", die Qualität der 360°-Kamera und die sehr umfangreichen Einstellmöglichkeiten der Fahrerassistenzsysteme - "also, ich bin hoch begeistert von dem, was hier alles einstellbar ist". Das Cockpit-Display direkt vor dem Fahrer ist nach seiner Ansicht "zwar schmal, aber es zeigt genug an", das Lenkrad "fasst sich gut an"; Chris mag auch "die rote Ziernaht im Cockpit", die sich auch in den Sitzen wiederfindet, und den Materialmix im Cockpit, das Vorhandensein von USB-A und USB-C Anschlüssen, den Stauraum in der Mittelkonsole und das "fette Panoramaglasdach .. das sieht wirklich schon hammermäßig geil aus".

Chris lobt auch die Sitzposition - "Kopfstütze gut, Sitzposition gut, Einstellmöglichkeiten elektrisch mit Sitzmemory .. was will man mehr" und das vertikal positionierte Zentraldisplay, dessen Positionierung er allerdings als suboptimal empfindet. Den Beinraum im Fond findet Chris ebenfalls mehr als ausreichend. "Der Mustang holt .. [die Verbrennerfahrer] perfekt ab, weil hier haben wir einen unfassbar ausgewogenen Spagat zwischen Sportwagen und Familienauto, praktikabel und auch noch effizient obendrein" lobt Chris. Auch das Navigationssystem findet er "fantastisch gemacht, wir haben jede Info" - mit der einzigen Einschränkung, daß man den Belegungszustand der einzelnen Ladesäulen bei aktiver Navigation auf der Langstrecke nicht angezeigt bekommt. Die erreichten 23 kWh/100 km Verbrauch in der Stadt findet Chris "einen super Wert", lobt die "Armade an Assistenzsystemen", die kräftige Rekuperationsleistung bis zum Stillstand, die Fahrmodi und das spontane Ansprechverhalten - "es fühlt sich an wie ein BMW M3 oder ein Tesla Model 3 Long Range beschleunigt" und genießt den Fahrspaß - "der kommt richtig quer, alter Schwede .. das ist schon geil". 

Im Unterschied zu Alexander Bloch findet Chris die Position der Ladeklappe allerdings "nicht optimal", weil beim vorwärts einparken am Lader mit dem Ladekabel so auch noch der zusätzliche Weg für den Vorderwagen zurückzulegen ist, er findet die Ladeklappe auch ziemlich groß und fürs Laden in der Stadt auf der falschen Seite angebracht. Im Kofferraum stört ihn der hohe Plastikanteil, an der Anhängerkupplung die auf 750 kg begrenzte Anhängelast, am Navigationssystem die teilweise merkwürdige Ausgabe der Ergebnisse und die Berechnungsdauer der Routen sowie die fehlende Anzeige von nicht als Stop ausgewählten Ladesäulen. Auch das Fehlen eines Headup-Displays, den Wassereintritt an den Fronttüren bei nassem Wetter, die Materialqualität der Innenverkleidung der Türen, die Einschränkungen bei Nutzung der induktiven Ladeschale, die Materialanmutung der Sitze und mangelnde Ausformung der Sitze, die kaum Seitenhalt bieten und die nicht vollständig versenkbaren hinteren Seitenscheiben bemängelt Chris, ebenso die eingeschränkte Leistung des Spurhalteassistenten in der Stadt und die Qualität der Spracherkennung. Sein Fazit: "Ist er für mich ein Mustang? Absolut - was, wenn nicht der? .. Ich glaube, man unterschätzt ihn eher .. Er ist genau das, was .. einen Mustang ausmacht. Kräftiges Traben, schnelle Beinbewegungen, .. genau das, transferiert aus der Tierwelt ist dieses Auto, nur halt eben elektrisch - und ich finde, viel mehr, als es der Mustang im klassischen Sinne bisher tat .. Also für mich ist es ein unheimlich gelungenes Paket, eines der interessantesten Fahrzeuge 2021, weil einfach alles mit dabei ist."

Ford Mustang Mach-E GT - Supersportwagen-Power für den vollelektrischen Hengst_1(2022) Ford Mustang Mach-E GT - Supersportwagen-Power für den vollelektrischen Hengst - Erste Fahrt | Der-Autotester Dr. Friedbert Weizenecker hat den Mustang Mach-E in der GT-Version mit eindrucksvollen 342 kw/465 PS Leistung im Oktober 2021 in Pula bewegt. In diesem Video findet Friedbert beeindruckende Worte für das Auto - für ihn "ein unglaubliches PS-Monster, Leistungsmonster, Drehmomentmonster" - mit 860 Nm Drehmoment für 5 Sekunden und einer Beschleunigung von 3,7s auf 100 km/h. Das Design spricht ihn eindeutig an - "ich finde diese Kombination aus dem orange-gelb mit diesen schwarzen Elementen .. die wunderbar flachen LED-Scheinwerfer, das ist schon auch optisch das, was man sich vorstellt von so einem leistungsstarken reinen E-Auto, also nahezu 500 PS Leistung und eine Topspeed .. von 200 km/h, das ist ja auch nicht von schlechten Eltern ... - also diese Anmutung, die passt wirklich wunderbar"  findet Friedbert. Er lobt auch den Nutzwert des Autos, z.B. den Gepäckraum von rund 500l hinter der hinteren Ladeklappe und 1.420l im umgeklappten Zustand mit einer nur leicht ansteigenden Ladefläche. Die Sitzposition und -gestaltung im Fond kommentiert er als "das ist jetzt nicht Premium, aber 'ne gute Qualität". Vom Fahrersitzplatz aus beschreibt er das Interieur als "schön gemacht, aber nicht so futuristisch wie jetzt z.B. im KIA EV6", die Bauart und Inhalte von Zentral- und Fahrerdisplay erinnern ihn an Tesla. Die Sitze erlebt er als "wirklich ausgesprochen gut, geben schönen Seitenhalt und sind trotzdem bequem" - etwas, was andere Tester in den Non-GT-Versionen teilweise eher bemängelten. Die Fahrassistenzsysteme beschreibt Friedbert im Unterschied z.B. zu CarManiac zunächst im Stand - doch dann folgen Fahreindrücke. "Hinter dem Lenkrad des Pferdchens" .. "macht [es] natürlich unheimlich Spaß hier auf diesen serpentinenartigen Straßen .. das Auto liegt wirklich klasse abgestimmt auf der Straße, das Auto fühlt sich nicht schwer an; obwohl es 2,2t wiegt, fühlt sich's .. behände an" schildert Friedbert seine Fahreindrücke und geht wie auch andere Tester vor ihm auf die Fahrmodi ein - die für die Nutzung auf der Rennstrecke beim GT noch um einen vierten Modus erweitert wurden.  

Im Interview mit dem Chefentwickler der Mustang Mach-E-Baureihe,Matthias Tonn arbeitet Friedbert heraus, daß das Erscheinen des elektrischen Mustang für die vielen Fans des klassisch verbrennergetriebenen Ford Mustang "eine Revolution [war], der sie nicht direkt folgen konnten", der Wagen aber ebenfalls bereits seinen Fankreis gefunden hat. Wie man 458 PS Leistung und 860 Nm Drehmoment (Boost)  in das Auto bekommen hat, möchte Friedbert dann noch vom Chefentwickler wissen - der erläutert, daß für den Boost eine bestimmte Energiemenge in der Batterie reserviert ist, die nach Aufbrauchen innerhalb von 15s wieder aufgebaut wird. Die Fahrwerksabstimmung für den GT erfolgte nach europäischen Maßstäben, "der GT hat ein verändertes Fahrwerk, das MagnaRide-System, d.h. ich kann je nach Straßenlage das Fahrwerk abstimmen" erläutert der Entwickler und daß "wir hier in Europa .. an die Autobahn [denken]" und der Wagen deshalb ganz speziell für Europa abgestimmt wurde - was der Testfahrer gerne bestätigt. Die Ladedauer von 10-80% am HPC mit in der Spitze 150 kW Ladeleistung gibt Friedbert mit rd. 45 min. an, ein Wert, den er im Vergleich zum KIA EV6 mit seiner 800V-Batterie bei ähnlichen Fahrleistungen als klar schlechter einordnet. Sein Fazit: "Natürlich ist dieser Ford Mustang Mach-E GT in den Augen mancher klassischer Mustang-Fans ein bißchen ein Frevel ... das Auto ist natürlich mit 72.900 Euro Listenpreis kein Schnäppchen, aber ... knappe 500 PS Leistung, 860 Nm im Peak als Drehmoment ist natürlich alles gewaltig, gewaltige Fahrleistungen .. das muß man erlebt haben und die Nackenmuskulatur, die spürt das natürlich auch."