Mercedes-Benz EQC 400 4matic selenitgrau metallic_1Die Entscheidung ist gefallen: Mein erstes vollständig batterieelektrisch angetriebenes Fahrzeug wird ein Mercedes-Benz EQC 400 4matic AMG Line!

Bei meiner Entscheidung (Stand Februar 2021) habe ich insgesamt folgende - entweder bereits lieferbare oder zumindest voraussichtlich bald verfügbare - Fahrzeugmodelle berücksichtigt:
(01) Audi e-tron 55
(02) Audi e-tron GT
(03) BMW i4
(04) BMW iX3
(05) Ford Mach-e AWD
(06) Mercedes-Benz EQC 400 4matic
(07) Polestar 2 Performance
(08) Tesla Model 3 Performance
(09) Tesla Model S Longrange
(10) Volvo XC40 recharge

Vom Tesla Model 3, Polestar 2 und Mercedes-Benz EQC 400 habe ich mir selbst einen Fahreindruck verschaffen können, die Videos dazu findet ihr alle auf meinem Youtube-Kanal "lokal-emissionsfrei", ..

   

.. bei den übrigen Kandidaten mußte die Papierform in Verbindung mit den Test- und Fahrberichten anderer Nutzer für eine Beurteilung reichen. Eine Auswahl davon könnt Ihr direkt durch Anklicken des jeweiligen Fahrzeugmodells oben in der Liste sehen, vielleicht ist ja auch ein Fahrzeug dabei, welches Ihr selbst in die engere Wahl gezogen habt. Die Testberichte vermitteln nach meiner Meinung schon ein gutes Gefühl der Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle, in meinem Falle kamen dazu aber auch noch ganz individuelle Rahmenbedingungen - z.B. die, daß ich das Fahrzeug als Firmenwagen konfigurieren und nutzen würde sowie mein Hobby RC-Modellbau - die schließlich zur Entscheidung für den Mercedes EQC geführt haben. Hier eine Auflistung in aller Kürze:

(01) Der Audi e-tron 55 war mir letztlich persönlich zu groß, zu schwer und auch zu teuer. Als e-tron 50 wäre er noch förderfähig gewesen, hätte dann aber eine aus meiner Sicht für den Betrieb auf der Langstrecke zu geringe Akkukapazität gehabt - als e-tron 55 fällt er aus der Förderung heraus, und das macht sich finanziell schon deutlich bemerkbar ...

(02) Der Audi e-tron GT quattro ist natürlich ein echter Hingucker und bietet auch von den Fahreigenschaften her bemerkenswerte Leistungen - mit einem Preis jenseits der 100.000 Euro und der fehlenden Möglichkeit, größere Gegenstände wie z.B. die RC-Fahrmodelle einzuladen, die ich für mein Hobby gelegentlich durch die Lande kutschiere, habe ich mich schließlich aber doch dagegen entschieden. Das Fahrzeug war zum Zeitpunkt meiner Entscheidung auch noch gar nicht öffentlich vorgestellt - und ob es überhaupt jemals in den Konfigurator für Firmenwagennutzer meines Arbeitgebers aufgenommen würde, auch eher zweifelhaft.

(03) Der mögliche Bestellzeitpunkt des BMW i4 lag zum Zeitpunkt meiner Entscheidung noch in weiter Ferne, und alle bis dato gesichteten Prototypen hatten die Form einer Limousine bzw. eines "Gran Coupé". Die Fahrzeuggröße und auch die von BMW erwartbaren Fahreigenschaften hätten mich als langjährigen Nutzer von BMW-Fahrzeugen sehr stark angesprochen, statt einer Limousine hätte mich aber ein Kombi interessiert - und ob es den i4 jemals in dieser Form geben wird, war nicht absehbar. Und auch das Design mit den beiden überdimensionierten Nieren war nicht unbedingt mein Fall.

(04) Der BMW iX3 war mir letztlich für das Gebotene ebenfalls zu teuer und zu ineffizient, und wenn ich einen elektrischen SUV nehmen sollte, dann wollte ich auch einen Allrad- und nicht bloß Heckantrieb haben.

(05) Der Ford Mach-e AWD erschien mir insbesondere mit seinen Eigenschaften als Elektroauto in der Version mit der großen Fahrbatterie sehr interessant - die Marke hat mich aber bisher bei Qualitätsanmutung und Fahreigenschaften noch nie so vollends überzeugt, und das verfügbare Budget ließ auch noch höherwertige Optionen zu. In der für einen späteren Lieferzeitpunkt angekündigten GT-Version hätte mich der Ford aber dennoch gereizt.

(06) Der Mercedes-Benz EQC 400 basiert auf der technisch ausgereiften Plattform des Mercedes-Benz GLC und hat einen Listenpreis, der ihn gerade noch BAFA-förderfähig macht. Mit 2,5 Tonnen Gesamtgewicht ist das Fahrzeug recht schwer, einen Kombi hätte ich der SUV-Bauform vorgezogen und auch die maximale Ladegeschwindigkeit (110 kW) und damit mögliche Reichweite mit einer Ladung bringen auf der Langstrecke Einschränkungen mit sich. Der hohe Fahr- und Reisekomfort und die begeisternden Fahreigenschaften, die tolle Qualitätsanmutung, der hohe Nutzwert und das aus meiner Sicht ansprechende Design des Fahrzeugs in Verbindung mit der für mich als Firmenwagennutzer attraktiven Preisgestaltung in Form einer akzeptablen Leasingrate haben mich dennoch bewogen, dieses Fahrzeug schließlich - in der besonders attraktiven Version AMG-Line - auch zu bestellen!

(07) Der Polestar 2 Performance wäre eigentlich in der Summe seiner Eigenschaften mein Favorit gewesen! Tolle Fahreigenschaften und eine mögliche Höchstgeschwindigkeit jenseits der 200 km/h-Marke, ansprechende Verbrauchswerte und eine gute Ladeleistung, gepaart mit einem attraktiven Äußeren, hochwertiger Verarbeitungsqualität, hoher Variabilität und der für mich passenden Fahrzeuggröße zogen mich an - nur leider konnte sich mein Arbeitgeber nicht dazu durchringen, das Fahrzeug in den Konfigurator aufzunehmen! Woche um Woche ging ins Land, und irgendwann mußte ich eine Entscheidung treffen - daher war der Polestar leider keine Option.

(08) Für das Tesla Model 3 Performance hegte ich bereits nach meiner Probefahrt große Sympathie, auch wenn bei Fahrkomfort, Verarbeitung (Stichwort "Spaltmaße") und Variabilität (nur ein kleiner Kofferraumdeckel statt der möglichen Heckklappe, das hätte mich in der Ausübung meines Hobbys sehr behindert) doch noch einige Wünsche offenblieben. Dadurch, daß das Model 3 als Leasingfahrzeug mit einem vergleichsweise teuren Leasingfaktor preislich in Regionen lag, wie sie sonst nur Fahrzeuge mit einem deutlich höheren Listenpreis aufwiesen, das Fuhrparkmanagement mir eher von diesem Fahrzeug abriet und mein Arbeitgeber zu allem Überfluss die Kosten einer Ladung im Supercharger-Netzwerk nicht übernommen hätte, kam dieses Modell aber letztlich im Vergleich zu anderen Optionen nicht in Frage.

(09) So sehr ich mich für ein Tesla Model S der neuen Generation begeistern konnte - preislich hätte es die Grenze meines Budgets gesprengt, dazu kamen die bereits beim Model 3 aufgeführten Gründe (Supercharger-Netzwerk und Leasingfaktor), die am Ende dagegen sprachen.

(10) Den Volvo XC40 recharge hätte ich mir ebenfalls gut vorstellen können, schließlich hat er denselben Antriebsstrang wie der von mir favorisierte Polestar 2 und war im Unterschied zu diesem auch im Konfigurator des Leasinggebers aufgeführt. Doch erschien mir dieses Auto, welches ich in der Hybrid-Version sogar für einen halben Tag als Leihwagen fahren durfte, letztlich ein wenig zu kompakt - und ich hätte mich immer über die Tatsache geärgert, daß ich ja eigentlich diesen Antriebsstrang viel lieber in der Bauform als Limousine oder Kombi nutzen wollte denn als SUV!

So ist es also der Mercedes EQC geworden, und von meinen Erfahrungen mit diesem Auto sollen nach der geplanten Übernahme im Sommer 2021 auch diverse Berichte und Videos folgen! In Anlehnung an meinen Langzeittest zum BMW 320d touring der Baureihe E91, über den ich auf www.langzeittest.de ausführlich berichtet habe, möchte ich in diesem Blog und diversen Vlog-Beiträgen auf Youtube nämlich insbesondere für all jene meine Alltagserfahrungen mit so einem Fahrzeug schildern, die den Sprung zur Elektromobilität noch vor sich haben, hoffentlich von meinen Erlebnissen, Tips & Tricks profitieren können - und ihnen zeigen, daß dieser Wechsel auch bei einem Fahrprofil wie dem meinem mit regelmäßigen Langstrecken möglich und spaßbringend ist! Dabei werde ich aber auch mögliche Unzulänglichkeiten dieser Technologie, Kinderkrankheiten von Fahrzeug oder Ladeinfrastruktur und dergleichen nicht verschweigen - ich werde die Dinge genau so beschreiben, wie ich sie erlebe. Also, seid gespannt und startet mit mir Eure persönliche Energie- und Mobilitätswende!